Tuberkulose wird durch ein Bakterium, das so genannte Mycobacterium tuberculosum, verursacht. Es wird durch Tröpfchen übertragen, die entstehen, wenn eine an Lungentuberkulose erkrankte Person hustet. Damit es zu einer Ansteckung kommen kann, ist im Regelfall ein mehrstündiger Kontakt im selben Zimmer erforderlich.

Radiographie des poumons d'un patient atteint de tuberculose.
Röntgenbild der Lunge eines Tuberkulosepatienten.
Foto: Centers for Disease Control and Prevention

Tuberkulose betrifft im Allgemeinen die Lunge und führt zu Husten, der häufig von Auswurf, Fieber und Gewichtsverlust begleitet wird. Diese Symptome können durchaus erst mehrere Jahre nach der Ansteckung auftreten. Tuberkulose ist vor allem für kleine Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich.

Tuberkulose lässt sich im Allgemeinen gut mit speziellen Antibiotika behandeln, die mehrere Monate einzunehmen sind. Unbehandelt ist sie nach einer langen Krankheitsphase häufig tödlich.



Weitere Informationen:

Zahlen zu Infektionskrankheiten – Tuberkulose - Nombre de cas de tuberculose

 

Impfstoff gegen Tuberkulose

Der Impfstoff gegen Tuberkulose (BCG) enthält lebende Bakterien der Rindertuberkulose. Er enthält kein Aluminium.

Die Impfung besteht aus einer Einzeldosis, die sobald wie möglich verabreicht werden muss.

Es ist nicht nötig, nach der Impfung einen Hauttest (Mantoux) durchzuführen.

 

Empfehlungen für Personen mit einem erhöhten Kontakt- und/oder Übertragungsrisiko

Die BCG-Impfung wird aufgrund der epidemiologischen Situation nur noch für spezielle Risikogruppen empfohlen. Neugeborene und Säuglinge unter zwölf Monaten:

  • wenn die Eltern aus einem Land mit hoher Tuberkuloseprävalenz (Afrika, Asien, Südamerika, Osteuropa) kommen,
  • und wahrscheinlich wieder dorthin zurückkehren.

Die Empfehlungen zur BCG-Impfung werden durch die Lungenliga Schweiz ausgearbeitet. Ergänzende Informationen über die Tuberkulose und ihre Behandlung sind auch auf der Website Kompetenzzentrum Tuberkulose abrufbar.

 

Schutzgrad der Impfung gegen Tuberkulose

Eine systematische Überprüfung der Literatur (Metaanalyse) hat ergeben, dass der BCG-Impfstoff die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Tuberkulose um 19 bis 27% verringert und dass er die Progression einer bereits aktiven Tuberkulose um 71% reduzieren kann.

 

Bekannte Nebenwirkungen des Tuberkulose-Impfstoffs

Die Impfung gegen Tuberkulose (BCG) verursacht im Allgemeinen Schmerzen und kann Narben an der Einstichstelle hinterlassen. Der BCG-Impfstoff ist intradermal zu verabreichen. Bei subkutaner Verabreichung kann er eine lokale Infektion hervorrufen und sich in die Lymphknoten ausbreiten.

Gelegentlich können aufgrund der Ausbreitung der im Impfstoff enthaltenen Bakterien Abszesse an der Brust und am Gesäss auftreten. In seltenen Fällen kann es zu einer lokalisierten Knocheninfektion kommen.