Der Schweizerische Impfplan wird von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) – bestehend aus Pädiatern, Allgemeinmedizinern, Internisten, Infektiologen, Epidemiologen und Präventivmedizinern – in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Swissmedic ausgearbeitet. Es ist in drei Teile gegliedert:

Der Schweizerische Impfplan wird regelmässig aufgrund neuer Entwicklungen von Impfstoffen, neuer Erkenntnisse über deren Wirksamkeit und Sicherheit, Veränderungen der epidemiologischen Lage in der Schweiz sowie basierend auf den Empfehlungen der WHO-Experten überarbeitet.

Die in diesem Plan formulierten Impfempfehlungen zielen auf einen optimalen Impfschutz der Bevölkerung und jedes einzelnen Individuums ab.

Eine Impfung wird nur empfohlen, wenn der Nutzen durch verhinderte Krankheiten und deren Komplikationen die mit den Impfungen verbundenen Risiken in jedem Fall um ein Vielfaches übertrifft.

Der Impfplan wird jeweils zu Jahresbeginn neu herausgegeben, unabhängig davon, ob Änderungen vorgenommen wurden oder nicht.

 

Es gibt Impfempfehlungen für:

  • Säuglingen von 2, 4 und 6 Monaten,
  • Klein Kindern von 12 Monaten und 15-24 Monaten,
  • Kindern von 4 bis 7 Jahren,
  • Adoleszenten von 11 bis 15 Jahren,
  • Erwachsenen,
  • Personen über 65 Jahre,
  • Personen mit erhöhtem Kontaminationsrisiko (Exposition und/oder Übertragung) oder Komplikationen.

Es ist nie zu spät eine oder mehrere Impfungen nachzuholen: zögern Sie nicht Ihren Impfausweis von einem Experten, der Sie beraten kann, überprüfen zu lassen.

 

pour les professionnels PDF - Schweizerischer Impfplan 2018
pour les professionnels PDF - Impfplan 2018 (das Wichtigste)

tout publicpour les professionnels Der schweizerische elektronische Impfausweis: www.meineimpfungen.ch
tout publicpour les professionnels Die Impfausweise können Sie direkt auf der Webseite der Schweizerischer Eidgenossenschaft bestellen, über folgenden Link: Shop Bundespublikationen

 

Warum Empfehlungen ?

Der potentielle Nutzen der Impfungen für die individuelle und die öffentliche Gesundheit wird von der EKIF in Zusammenarbeit mit dem BAG sorgfältig evaluiert. Dazu dient ein analytischer Rahmen, welcher, unter Einbezug zahlreicher Parameter, Antworten auf zwölf Fragen liefert.

Kriterien für die Evaluation neuer Impfstoffe zur Erarbeitung gesamtschweizerischer Empfehlungen
    1. Krankheitslast. Rechtfertigt die Krankheitslast die Abgabe einer Impfempfehlung ?

    2. Eigenschaften des Impfstoffs. Erlauben die Eigenschaften des Impfstoffs die Abgabe einer wirksamen Impfempfehlung ?

    3. Impfstrategie. Welches Ziel sollte durch Impfvorschriften erreicht werden ?

      a) Risikominderung bei Angehörigen von Risikogruppen

      b) Allgemeine Förderung der Informationsverbreitung und ergänzende Impfung

      c) Schutz der Gesamtbevölkerung durch eine generelle Impfung

    4. Kosten-Wirksamkeit der Strategien. Ist die Kosten-Wirksamkeit der Strategien akzeptabel und vergleichbar mit anderen Interventionen im Gesundheitsbereich?

    5. Akzeptanz der Empfehlung. Besteht eine erhöhte Nachfrage nach einer Impfempfehlung? Würde eine Impfempfehlung auf hohe Akzeptanz stossen?

    6. Umsetzbarkeit der Empfehlung. Lässt sich die Impfempfehlung umsetzen?

    7. Evaluationsfähigkeit der Empfehlung. Sind die verschiedenen Aspekte der Empfehlung evaluierbar?

    8. Offene Fragen. Gibt es wichtige offene Fragen, die einen Einfluss auf die Umsetzung der Empfehlung haben?

    9. Zugangsgerechtigkeit der Empfehlung. Ist mit der Empfehlung ein gleichberechtigter Zugang zum Impfstoff für alle Zielgruppen gewährleistet?

    10. Rechtliche Erwägungen. Gibt es rechtliche Probleme, die einen Einfluss auf die Umsetzung der Empfehlung haben?

    11. Konformität der Empfehlung. Ist die geplante Empfehlung konform mit solchen an anderen Orten vorgesehenen oder geplanten Empfehlungen?

    12. In Anbetracht all dieser Faktoren, wäre welche dieser Strategien die geeignetste ?
      (Risikogruppen, Impfung auf Option, Impfung der gesamten Bevölkerung, kein Impfen)
 

Die Beantwortung dieser Fragen ist ausschlaggebend dafür, ob eine Impfung empfohlen werden muss oder nicht, sowie für die Wahl der Impfung.