Die Chikungunya-Infektion ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die in tropischen und subtropischen Regionen weit verbreitet ist. Bei symptomatischen Fällen beginnen die Symptome in der Regel 7 bis 9 Tage nach dem Stich einer infizierten Mücke. Die Krankheit äussert sich durch hohes Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Kopfschmerzen, manchmal begleitet von einem Hautausschlag. In seltenen Fällen kann sie zu stark beeinträchtigenden Gelenkschmerzen führen, die Wochen oder sogar Jahre andauern können.

aedes albopictus
Die Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine sich in der Schweiz rasch ausbreitende Art, deren Vorkommen gemeldet werden sollte

Die Therapie beschränkt sich auf die Linderung der Symptome, insbesondere auch der Gelenkschmerzen (entzündungshemmende Schmerzmedikamente).

Da das Virus von Stechmücken (v.a. Tigermücken) übertragen wird, ist der Mückenschutz die wichtigste vorbeugende Massnahme. Es wird befürchtet, dass sich die Risikogebiete im Rahmen der globalen Klimaerwärmung ausbreiten. 

PDF - Epidemiologischer Lagebericht zu den in der Schweiz gemeldeten Fällen von Zika-Virus-Infektionen, Dengue, Chikungunya, West Nil und Gelbfieber (2024)

 

 

 

 

Impfung gegen Chikungunya

Ein inaktivierter Impfstoff gegen Chikungunya (Vimkunya®) ist in der Schweiz seit Mai 2026 zugelassen. Das Eidgenössische Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM) hat Empfehlungen zur Indikation der Impfung für Reisende ab dem Alter von 12 Jahren formuliert. 

Weitere Informationen:
www.healthytravel.ch -> Chikungunya

Bekannte Nebenwirkungen des Chikungunya-Impfstoffes

Die Reaktionen auf den Chikungunya-Impfstoff sind im Allgemeinen harmlos und vorübergehend. Es kann innert den ersten 2 Tagen nach der Impfung zu lokalen Reaktionen an der Injektionsstelle(24%) oder zu systemischen Reaktionen wie Müdigkeit (17,8%), Kopfschmerzen (16,7%) oder Myalgien (16,5%) kommen.